Tagestipps

Donnerstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Neue Erkenntnisse über Autismus Zuviel Gefühl? Von Oliver Buschek Der Israeli Henry Markram zählte bereits zu den bekanntesten Hirnforschern der Welt, als sein Sohn Kai geboren wurde. Bald stellte sich heraus: Kai ist ein besonderes Kind - er ist Autist. So stürzte sich Markram auf die Frage, was genau Autismus wirklich ist - und kam zu überraschenden Erkenntnissen. "Seit 60 Jahren wird behauptet, Autisten hätten keine Gefühle, keine Empathie", sagt Markram heute. "Aber wenn man es aus einer anderen Perspektive betrachtet, kommt man zu einem anderen Schluss". Seine These: Autisten haben nicht zu wenig Gefühle, sondern zu viel davon. Sie nehmen ihre Umwelt als viel schneller, lauter und bunter wahr - der Rückzug in ihre eigene Welt könnte ein Schutzmechanismus vor diesem Sinnesfeuerwerk sein. Doch gilt dies tatsächlich für alle Autisten? Was sagen andere Autismus-Forscher zu diesen Thesen? Und welche Folgerungen ergeben sich daraus für die Behandlung von autistischen Kindern? Redaktion: Iska Schreglmann

Donnerstag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Tina Hüttl Moderne Sklaverei in Madagaskar Der Handel mit Hausmädchen Von Sira Thierij Globaler Kampf für faire Arbeit Grundlegende Rechte für die Rechtlosen Gespräch mit Annette Niederfranke von der ILO in Deutschland Madagaskar, der Inselstaat in Südostafrika, zählt zu den ärmsten Länder der Welt. Rund 75 Prozent der Bevölkerung lebt von weniger als 1,90 Dollar pro Tag. Statt zur Schule zu gehen, werden viele junge Mädchen als Hausangestellte verkauft - von offiziellen Agenturen oder über Facebook-Gruppen gehandelt - nicht selten von den eigenen Eltern. Schläge, Hungern und sexuelle Übergriffe gehören dabei oft zum Alltag. Laut einer neuenUNICEF-Studiemusste 2018 fast jedes zweite madagassische Kind arbeiten gehen, zwei Millionen von ihnen als Haushälterinnen. Nur wenigen gelingt es, ihrem "Patron" zu entkommen.

Donnerstag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Der Gender Data Gap und seine Folgen Von Ruth Hutseiner Spracherkennungssoftware, Medikamente, Raumtemperaturen bis hin zu Autos gehen alle Menschen etwas an, designt wurden bzw. werden diese Dinge aber nur für den Durchschnittsmann. Und der dient wiederum als Stellvertreter für alle. Frauen sind in den zugrundeliegenden Statistiken meist nicht berücksichtigt. Dieser so genannte "Gender Data Gap" zieht sich durch alle Lebensbereiche. Dass Frauen allerdings keine Durchschnittsmänner sind, erschwert den Alltag der weiblichen Bevölkerung nicht nur, die Datenlücken haben zum Teil ernsthafte Konsequenzen: Frauen erleiden bei einem Autounfall häufig schwere Verletzungen, weil das Design von Kraftfahrzeugen an die durchschnittlichen Körpermaße der Männer angepasst wird.

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Lust ohne Ende Sexualität im Alter zwischen Tabu und Grundbedürfnis Von Susanne Billig und Petra Geist Fast ein Drittel der 60- bis 80-Jährigen ist sexuell aktiver als der Durchschnitt der 20- und 30-Jährigen. Und trotzdem herrscht im öffentlichen Diskurs immer noch das Bild der sexlosen Alten vor. Lange Zeit galt, dass alte Menschen sich vom Sex verabschiedet haben, ihn nicht ausleben oder gar asexuell sind. Auch die wenigen Studien der Alternsforschung, die sich mit dem Thema beschäftigten, drehten sich rein um medizinische Probleme, um mögliche Funktionsstörungen des alternden Körpers. Mittlerweile gilt Sexualität als "Baustein für erfolgreiches Altern" und die Forschung wendet ihren Blick auf die positiven Aspekte der Sexualität gerade auch für alte Menschen. Welche sind das? Und wie gehen Altenheime und Pflegewohngemeinschaften mit diesem Thema um?

Donnerstag 20:00 Uhr NDR kultur

NDR Radiophilharmonie

Tokunbo her Great American Songbook Tokunbo Akinro, Gesang / Ltg.: Enrique Ugarte Aufzeichnung vom 20. Dezember 2019 im Kuppelsaal in Hannover 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter

Donnerstag 20:04 Uhr WDR3

WDR 3 Konzert live

Mit Wibke Gerking Musik im Dialog - Dorn & Wagner In der WDR-Reihe "Musik im Dialog" stellt Thea Dorn die Frage: "Musik: Weltkultur oder die deutscheste aller Künste?" Ihr Vortrag tritt in den Dialog mit einem zeitgenössischen Cellokonzert und Richard Wagners "Ring des Nibelungen". Thea Dorn studierte Philosophie und Theaterwissenschaften und war Dramaturgin und Autorin am Schauspielhaus in Hannover. Sie schrieb und inszenierte zahlreiche Krimis. Mit ihren Folgen "Der schwarze Troll" und "Familienaufstellung" für die Tatort-Serie der ARD sorgte sie in der Krimi-Welt für Furore. Eigentlich heißt sie Christiane Scherer. Ihren Künstlernamen Thea Dorn wählte sie als Hommage an den Philosophen Theodor W. Adorno. Bei ihm wollte sie sich für die "erhellenden Geistesblitze bedanken". Welche Geistesblitze ihr beim Blick auf die Kulturszene der Welt gekommen sind und wie es um die Musik als deutsche Kunst bestellt ist, wird uns die Philosophin in diesem Konzert näherbringen. Nico Muhly / Sven Helbig / Zhou Long: Violoncellokonzert in 3 Sätzen Thea Dorn: Vortrag "Musik: Weltkultur oder die deutscheste aller Künste?" Richard Wagner: Ring ohne Worte, in der Bearbeitung von Lorin Maazel Jan Vogler, Violoncello; Thea Dorn, Vortrag; Uwe Schulz, Moderation; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Cristian Macelaru Übertragung aus der Kölner Philharmonie Parallele Ausstrahlung in Dolby Digital 5.1 Surround-Sound

Donnerstag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit The Kooks (1/2) Schon mit ihrem Debütalbum "Inside In/Inside Out" hat sich die Indie-Band aus Brighton eine große Fanschaft erspielt. Seitdem haben sie einige weitere Alben veröffentlicht und sind gern gesehene Gäste bei diversen Festivals. Wir haben für Sie einen Mitschnitt aus dem Moth Club in London: Am 5. September 2018 gab die Band dort ein Konzert.

Donnerstag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

JazzFacts

Zur eigenen Stimme finden Entdeckungen im jungen deutschen Vokal-Jazz Von Odilo Clausnitzer Sie experimentieren mit Pop und freien Formen, sie singen Englisch, Deutsch oder gar Ukrainisch, und häufig schreiben sie ihre Musik selbst: junge Jazzsängerinnen und -sänger aus Deutschland klingen heute so vielfältig wie noch nie. Zu den jüngeren Entdeckungen zählen der Leipziger Matthias Boguth - er komponierte ein ganzes Album zu Texten von Dylan Thomas - und die in Köln lebende Ukrainierin Tamara Lukasheva. Sie vertonte u.a. in ihrer Muttersprache verfasste, selbst geschriebene Gedichte. Der Berliner Erik Leuthäuser machte mit ,Wünschen" den bisher vielleicht überzeugendsten Versuch, Jazz auf Deutsch zu singen. Sie alle sind - in Text und Klang - auf dem besten Weg zur unverwechselbaren, eigenen Stimme.

Donnerstag 21:30 Uhr HR2

Hier ruht in, pardon, ein Gott Über das Ende und Nachleben von Berio, Boulez & Co. (Teil 1 von 3)

Der Tod: Wie der eine noch kurz vorm Koma übers Honorar verhandelt, der andere nach dem Pedal einer imaginären Harfe sucht und ein Dritter spricht "Jetzt fängt eine neue Zeit an".

Donnerstag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel-Studio

Fünf Flure, eine Stunde Hörspiel in einem Take von Luise Voigt Mit: Lisa Charlotte Friedrich, Nele Niedermeyer, Anna Sonnenschein, Philippe Ledun und Pirmin Sedlmeir Komposition: Milena Kipfmuller/Klaus Janek Regie: Luise Voigt (Produktion: hr/SWR/Dlf Kultur 2020) Das Altenheim ist Ort unweigerlicher Ambivalenzen. Während den Bewohnern nur noch wenig Zeit in ihrem Leben bleibt, stehen die Pfleger unter hohem Zeitdruck. Helfende und Hilfebedürftige begegnen sich in der Taktung des Betriebs; es ist eine Ausweglosigkeit des Seins in der Zeit, ohne die Möglichkeit nachträglicher Korrektur. Luise Voigt hat über das Mittel des Re-Enactment und eine O-Ton-Klangcollage sich mit dem Lebensraum Altenheim auseinandergesetzt.

Donnerstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Stimme & Körper Me, my English and all the languages of my life Von Anna Raimondo Regie: die Autorin Mit: Dianne Waller Ton: Bastien Hidalgo Ruiz Produktion: Autorenproduktion in Zusammenarbeit mit dem atelier de création sonore et radiophonique (Belgien) und ABC Soundproof (Australien) 2015 Länge: 15"34 Anna Raimondo hat in mehreren Ländern gelebt und gearbeitet. Nun reflektiert sie ihre Beziehung zu den verschiedenen Sprachen ihres Lebens. La-La Means I Love La-La Von Leo Hofmann Regie und Ton: der Autor Mit: Alexander Merbeth, Angelika Löfflat, Benjamin van Bebber, Filomena Krause, Marion Tampon-Lajarriette Musik: der Autor Produktion: WDR 2018 Länge: 26"30 Schluss mit Äußerlichkeiten! Wie attraktiv ist deine Stimme? Teste deine Phonopotenz. Optimiere dich! Unser Algorithmus hilft dir dabei. Wähle aus hunderten Stimmprofilen oder kreiere deine individuelle Telefonstimme. Me, my English and all the languages of my life Leben und arbeiten in unterschiedlichen Ländern bedeutet immer auch eine neue Sprache mit einem eigenen Klang. Anna Raimondo hat bereits in verschiedenen europäischen Ländern gelebt. Nun reflektiert sie ihre Beziehung zu den Sprachen ihres Lebens: Italienisch, Spanisch, Französisch und Englisch. Mit einer Sprachtrainerin übt sie die korrekte englische Aussprache - aber warum will man seinen Akzent eigentlich loswerden? Anna Raimondo, geboren 1981 in Neapel, studierte Sound Arts am Londoner Collage of Communications und arbeitet an ihrer Doktorarbeit über "urban geographies und gender perspectives". Sie lebt in Brüssel und arbeitet international. Für "Me, my English and all the languages of my life" wurde sie mit dem Prix Palma Ars Acustica 2016 ausgezeichnet. La-La Means I Love La-La Gut im Bett? Das war gestern. Bist du gut am Telefon? Teste jetzt deine Phonopotenz! Lade dir eine attraktive Stimme runter: Wähle aus hunderten Stimmprofilen oder kreiere deine individuelle Telefonstimme. Wie kommst du rüber? Sonorer Bass, labile Überbetonung - du bist wie du sprichst. Klingt deine Stimme zu monoton? Unser Algorithmus macht sie lebendiger. Verrät sie deine Unsicherheit? Lass sie einnehmend und überzeugend klingen. Und deinen Dialekt bügeln wir gleich mit aus. Sound ist sexy. Leo Hofmann, geboren 1986, kreiert, komponiert und spielt Musiktheater, Performances, Hörspiele und Installationen. Er arbeitet mit Stimme, Elektronik und Bewegung, untersucht die Medialität von Musik, das Visuelle im Musizieren und das Körperliche im Klang. Seit Abschluss des Master-Studiums "Contemporary Arts Practice" an der Hochschule der Künste Bern erhielt er diverse Auszeichnungen und Förderungen, darunter ein Stipendium für die Residenz "Studio Roma" des Istituto Svizzero, den "Giga-Hertz Förderpreis für elektronische Musik" des ZKM Karlsruhe, den Schweizer Performancepreis, sowie ein Stipendium für die Künstlerresidenz "Villa Aurora" in Los Angeles. Me, My English and All the languages of my life Lala Means I Love Lala Stimme & Körper

Donnerstag 23:03 Uhr SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 NOWJazz

Jazz ist Komposition Die englische Trompeterin Laura Jurd Von Michael Rüsenberg Laura Jurds Debüt "Landing Ground" (2012) fand Mark Lockheart, einer ihrer Lehrer am Trinity College, London, "ganz wunderbar". Das neue Album "Stepping back, jumping in" (2019) hält Richard Williams, der frühere Leiter des Jazzfest Berlin, für "einen Triumph". Ihr "beachtliches Verständnis von Form und Ausdruck" (Lockheart) wurde mit zwei Kompositionspreisen gewürdigt. In der Tat: Das unglaubliche stilistische Panorama von Laura Jurd, 29, zu dem auch ein Streichquartett beiträgt, käme durch Improvisation allein nicht zustande.

Donnerstag 23:03 Uhr Ö1

Zeit-Ton

Porträt. theclosing. Gestaltung: Stefan Trischler Atmosphärische Klanglandschaften und Spielplatzgeräusche, die nach mehr als fünf Minuten Aufbau in einem treibenden Rhythmus aufgehen - so startet "MATTER", das aktuelle Album der Wiener Formation theclosing. Zum ersten Mal haben Daniela Palma Caetano Auer und Alexander Hengl dieses im Duo aufgenommen, die Gruppe existiert in anderen Besetzungen aber schon mehr als 15 Jahre. Von ihren Wurzeln im experimentellen HipHop, dem sie auch als Veranstalter/innen in Wien immer wieder Türen geöffnet haben, hat sich theclosing über eine EP und drei Alben in Richtung Ambient, Post Rock und elektronische Beats weiterentwickelt. Neben der Musik spielen aber auch die Artworks, Visuals und Live-Performances eine wichtige Rolle bei Auer und Hengl, wie der Blick auf ihr bisheriges Schaffen und die künstlerischen Überlegungen dahinter deutlich macht.

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Art"s Birthday 2020 Heya Von Nour Sokhon, Jilliene Sellner, Yara Mekawei und Zeynep Ayþe Hatipoðlu Produktion: Deutschlandfunk Kultur / ORF 2020 Länge: ca. 54"30 (Ursendung) Die Fluxusikone Robert Filliou erfand 1963 den Geburtstag der Kunst. Beim 1.000.057. Art"s Birthday spielt das Kollektiv HEYA: Frauen aus dem Nahen Osten und Europa vernetzen sich live für eine Performance über den Sound von Widerstandsbewegungen. Die Kunst hat Geburtstag und das verdankt sie dem Fluxuskünstler Robert Filliou. Er gratulierte im Jahr 1963 zum 1.000.000. "Art"s Birthday". Seither feiern am 17. Januar Menschen und Institutionen weltweit mit Performances, Konzerten und Ausstellungen. An der globalen Party beteiligen sich Deutschlandfunk Kultur und der ORF mit einem Netzwerk-Konzert aus Berlin, Wien, Kairo und Istanbul. Vier Performerinnen beschäftigen sich an diesen Orten mit dem Sound von Protestbewegungen. Das Wort "Heya" bedeutet im Arabischen "sie", im Englischen ist es ein freundlicher Gruß. Jilliene Sellner ist eine kanadische Klangkünstlerin und Wissenschaftlerin. Derzeit lebt sie in Großbritannien. Sie arbeitet mit Field Recordings, Sound und Podcasts, komponiert Soundtracks für künstlerische Videoarbeiten und gibt Podcast-Unterricht in gemeinnützigen Organisationen. Sie studierte an der Simon Fraser University in Kanada und an der University for the Creative Arts in England. "Heya" ist Teil ihrer Doktorarbeit an der University of Sussex. Nour Sokhon arbeitet an Klangperformances, Installationen und Bewegtbildern. Sie studierte Kunst an der American University in Dubai und der Glasgow School of Art. 2019 erhielt sie den Emerging Artist Prize des Sursock Museum. Sie ist Mitglied der Kollektive Tse Tse Fly Middle East und Glitch Artists und Teil des Duos NSTANT mit Stephanie Merchak. Yara Mekawai lebt als Elektronikmusikerin und Klangkünstlerin in Kairo. Ihre Arbeiten sind inspiriert von Architekturtheorie, Urbanismus, Geschichte und Literatur. Dabei verwendet sie Sound also ein Werkzeug des Sehens. Derzeit arbeitet sie an dem Online-Radioprojekt Radio Submarine, in dem sie wöchentlich die Musikkultur eines weiteren afrikanischen Landes vorstellt. Zeynep Ayþe Hatipoðlu ist Cellistin und Doktorandin am Centre for Advanced Studies in Music der Istanbul Technical University. Sie komponiert nicht-traditionelle Musik. Als Mitglied verschiedener Experimentalensembles hat sie Auftritte in ganz Europa. Art"s Birthday 2020: Heya

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