Features

Donnerstag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Gärtnern für das Klima

Eine Ideensammlung (4). Gestaltung: Ilse Huber und Sabine Nikolay Im Mai 2020 haben wir begonnen im "Radiokolleg" Klima-Garten-Projekte vorzustellen. Jetzt kommt die Fortsetzung: was tut sich im Sommer? Dazu greifen wir wieder auf Beiträge von Hörerinnen und Hörern zur Ö1 Initiative "Gärtnern für das Klima" zurück, die auf der Website oe1.orf.at/garten ihre Beiträge hochgeladen haben. Inzwischen ist eine beeindruckende Sammlung von Videos, Bildern und Berichten entstanden, aus der wir Ihre Ideen und Erfahrungen auswählen können. In der "Radiokolleg"-Reihe "Gärtnern für das Klima" legen wir besonderes Augenmerk auf das, was in dieser Vegetationsperiode im Garten im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimas bereits gelungen ist - "Blumenerde ist das neue Klopapier" nannte der Gärtner Ludwig Starkl die Zeit während der Corona-Ausgangsbeschränkungen. Ist es wirklich die Saison des grünen Wachstums? Wie entwickeln sich Garten, Balkon, Terrasse und Gemeinschaftsbeet? - Eine Reportage von Ilse Huber und Sabine Nikolay.

Donnerstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Ratingagenturen Heimliche Strippenzieher der Wirtschaft Denkfabriken Starke Macht im Hintergrund? Das Kalenderblatt 13.8.1999 Die Sonnenscheibenflagge wird endlich Nationalflagge Japans Von Isabella Arcucci Ratingagenturen - heimliche Strippenzieher der Wirtschaft Autorin: Maike Brzoska / Regie: Frank Halbach Sie haben fast wertlose Ramschpapiere mit Bestnoten versehen und damit die US-Hypothekenkrise mitverursacht. Und sie haben dazu beigetragen, dass Staaten am Rande des Abgrundes waren, da sie deren Kreditwürdigkeit zu einem ungünstigen Zeitpunkt herunterstuften: Spätestens seit der Finanzkrise stehen Ratingagenturen massiv in der Kritik. Dabei wurden sie Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet, um Unternehmen transparenter zu machen und den Handel mit deren Aktien zu erleichtern. Ihr Geschäftsmodell ist simpel: Sie geben eine Einschätzung ab, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Unternehmen oder ein Staat geliehenes Geld zurück zahlt. Damit haben Ratingagenturen weitreichenden Einfluss darauf, zu welchen Konditionen sich Staaten oder Unternehmen verschulden können. Das macht sie zu mächtigen Playern auf dem Finanzmarkt. Zu mächtig, meinen Kritiker. Hinzu kommt, dass sie eine Quasi-Monopolstellung haben: Mehr als 90 Prozent des weltweiten Bewertungsgeschäfts wird von nur drei Ratingagenturen abgewickelt: Standard & Poor"s, Moody"s und Fitch. Die drei Agenturen sind auch bekannt als "Big Three". Denkfabriken - starke Macht im Hintergrund? Autor: Klaus Uhrig / Regie: Christiane Klenz Was haben Hartz IV, Obamacare und Reaganomics gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Das erste war eine Reform der deutschen Sozialgesetzgebung, das zweite eine Krankenversicherung und das dritte die damals neue Wirtschaftspolitik von US-Präsident Ronald Reagan. Und doch haben all diese großen politischen Vorhaben einen gemeinsamen Nenner: Sie wurden nicht in Parteizentralen erdacht, sondern in unabhängigen Denkfabriken, sogenannten Think Tanks. Think Tanks sind die großen, wenig bekannten Beeinflusser im Hintergrund politischer Entscheidungen. Sie entwickeln Gesetzesvorhaben, erstellen Expertisen und gestalten so die Zukunft ganzer Gesellschaften mit. Entstanden sind viele Think Tanks in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg - als Denkfabriken des Militärs für die Herausforderungen des Atomzeitalters. Heute gibt es sie in den verschiedensten Ausprägungen: Als liberale Zukunftsschmieden genauso wie als Berater der us-amerikanischen Geheimdienste. Moderation: Thies Marsen Redaktion: Nicole Ruchlak

Donnerstag 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

1982, 1995, 2003, 2008 (4). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche 2008 Anonymous Ihren Ursprung nahmen sie in den Tiefen des World Wide Web - in einem Imageboard namens 4chan, wo alles erlaubt, nichts verboten und jeder anonym ist. Zynismus, Spaß und die Freiheit im Schutz der Anonymität, um die Grenzen des Internets auszutesten, stehen dort im Vordergrund. Ihr Markenzeichen: Die Guy Fawkes-Maske in Anlehnung an jenen Mann, der am 5. November 1605 in England ein Attentat auf König Jakob I versuchte und scheiterte. Eine größere Öffentliche Aufmerksamkeit erfuhr die Subkultur erstmals 2008 mit "Project Chanology". Der Auslöser: Tom Cruise, Schauspieler und Mitglied der Sekte "Scientology" hatte - wohl versehentlich - ein Videostatement veröffentlicht, welches kurzerhand wieder gelöscht wurde. Das Kollektiv begann aus Protest über die Löschung Websites in die Knie zu zwingen und auf den Straßen zu demonstrieren. Dienten die Masken anfangs als Schutz vor möglichen Klagen oder Bedrohungen, sollten sie im Lauf der Jahre Symbolcharakter bekommen. Gestaltung: Sarah Kriesche

Donnerstag 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Zwischen Fürstenhof und Synagoge

Der Komponist Salomone Rossi am Übergang von Renaissance zu Barock (4). Gestaltung: Gerhard Krammer Von den vielen Rossis der italienischen Barockmusik verdient der mit keinem verwandte Salomone (auch Salamone) Rossi als Zeitgenosse von Viadana und Gastoldi um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert aus vielerlei künstlerischen und konfessionellen Gründen ein besonderes musikhistorisches Interesse. Als einziger jüdischer Geigenvirtuose und Komponist gehörte er in der Ära der Kapellmeister Giaches de Wert, Benedetto Pallavicino und Claudio Monteverdi als Musikerkollege zum Hofe der Gonzaga in Mantua. Trotz eines reichhaltigen Oeuvres sind von ihm kaum biografische Daten bekannt. Man setzt seine Lebenszeit in die Epoche zwischen 1570 bis etwa 1630 an, einige Sekundärquellen geben den Geburtstag mit 19. August 1570 an. 1587 begann Rossis lang andauernde Arbeit für den Hof von Gonzaga. Er war zunächst als Sänger und Bratschist tätig. Unter Herzog Vincenzo I. übernahm er die Leitung der Hofmusik. Als einer der führenden Komponisten seiner Epoche entwickelte er die musikalischen Form der "Triosonate". Salomone Rossi hat aber vor allem im Bereich der jüdisch-liturgischen Musik seine Spuren bis heute hinterlassen. 1623 wurde eine Sammlung von 33 Psalmen, Hymnen und liturgischen Gedichten publiziert, die für drei bis acht Stimmen gesetzt waren. Damit dokumentieren sich auch jene Veränderungen, die im praktischen Umgang mit Chorwerken in den norditalienischen Synagogen des frühen 17. Jahrhundert vollzogen wurden. Eine akustische Zeitreise, die einiges Entdeckungspotential im liturgischen wie im profanen Bereich in sich birgt.

Donnerstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Chili Heiße Schoten Der Weg der Nahrung Wie die Verdauung funktioniert Das Kalenderblatt 13.8.1999 Die Sonnenscheibenflagge wird endlich Nationalflagge Japans Von Isabella Arcucci Chili - heiße Schoten Autorin: Claudia Heissenberg / Regie: Martin Trauner Sie sind grün, knallgelb oder leuchtend orange, mal lang und spitz oder kugelrund, aber vor allem sind Chilis scharf. So scharf, dass die Augen tränen und die Nase läuft. Wer gerne mexikanisch, indisch oder thailändisch isst, kennt den Effekt. Das plötzliche Schwitzen und das Brennen im Mund, das auch literweise Wasser nicht zu löschen vermag. Dahinter steckt das Alkaloid Capsaicin, das übrigens nicht von den Geschmacksknospen auf der Zunge wahrgenommen wird, sondern von einem Hirnnerv, der zuständig ist für das Hitzeempfinden. Egal ob eine heiße Kartoffel oder eine scharfe Chili mit dem Nerv in Kontakt kommt - das Signal lautet in beiden Fällen: Schmerz. Gleichzeitig wird die Ausschüttung von Glückshormonen angeregt. Vielleicht ist das der Grund, warum der Mensch die feurigen Schoten, die botanisch eigentlich Beeren sind, überhaupt in den Mund nimmt. Die reizende und brennende Wirkung wird aber auch medizinisch genutzt. Schon die Azteken rieben zerdrückte Chilis auf schmerzenden Knochen und Muskeln; heute enthalten Wärmepflaster und Salben zur äußerlichen Behandlung von Rückenschmerzen und Verspannungen Capsaicin. Der Weg der Nahrung - wie die Verdauung funktioniert Autorin: Hanna Dragon / Regie: Irene Schuck Kauen, schlucken, verdauen und ausscheiden: Was so einfach klingt, ist ein hochkomplexer Vorgang. Auf dem Weg vom Mund in den Darm wird die Nahrung mit Hilfe von Verdauungssäften und Enzymen in kleinste Bestandteile zerlegt: Vitamine, Monosaccharide, Aminosäuren, Fettsäuren und Glyzerin. In dieser Form kann der Darm die Nährstoffe aufnehmen und in den Blutkreislauf überführen, der sie dann in sämtliche Körperzellen schleust. Diese nutzen die Bausteine, damit alle lebenswichtigen Vorgänge ordnungsgemäß ablaufen. Wie funktioniert die Verdauung im Detail? Welche Rolle spielen dabei unsere Essgewohnheiten? Das Zusammenspiel der Verdauungsorgane ist hochkomplex. Was trägt dazu bei, dass dieser Prozess reibungslos funktioniert? Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Matthias Eggert

Donnerstag 16:40 Uhr Ö1

Die Ö1 Kinderuni

Selbst Angebautes aus dem Garten und Wissenswertes über Bienen Gestaltung: Sabine Nikolay Der Sommer ist an seinem Höhepunkt und die Ö1 Kinderuni-Reporter/innen betreiben Feldforschung (im eigentlichen Sinn des Wortes) in den Gärten ihrer Eltern, Großeltern und Nachbarinnen: Wie baut man Salat für die Meerschweinchen an? Muss man nach der Ernte neu aussähen, oder wachsen die Blätter wieder nach? Wie geht das mit den Tomaten? Brauchen sie ein Beet oder gedeihen sie auch in Töpfen? Sind Paprika schon als kleine Früchte gelb oder rot, oder sind sie zuerst grün wie unreife Marillen, Pfirsiche und Kirschen? Welche Bedeutung haben Bienen, damit die Früchte wachsen? Und wie sieht ein Bienenstock eigentlich im Inneren aus? Die Kinderuni-Reporter/innen haben viele Fragen - und wühlen in der Erde, legen ein Hochbeet an und beobachten die fleißigen Bienen in ihrem Stock.

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs Die Turnschuh-Obsession im Blick der Forschung Von Kim Kindermann (Wdh. v. 26.09.2019) Turnschuhe machen Männer cool und sind deshalb heiß begehrt. Warum aber ist das so und woher kommt dieser Kult zum Sneaker, der nicht selten obsessive Züge annimmt?

Donnerstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Schwerpunkt: Was weiß ich. noch nicht eine Desinformationsübung Von Hofmann & Lindholm Regie: die Autor*innen Mit: Burkhard Bier, Andrea Boehm-Tettelbach, Tobias Fritzsche, Roland Görschen, Lara Pietjou Ton: Peter Harrsch und Theresia Singer Produktion: Autorenproduktion für Deutschlandradio Kultur 2011 Länge: 53"51 Die Souveränität der Privatsphäre schwindet. Anlass genug, den Begriff Sicherheit in einer praktischen Übung zu überdenken. Hinter jeder Oberfläche könnte ein Hohlraum als Geheimfach genutzt werden. Der öffentliche Raum weist Spuren von Widerstand auf. Hofmann & Lindholm nehmen die Bedrohung der Privatsphäre ernst und begeben sich zur Wahrung des Besitzstandes auf Abwege: sie durchdringen vermeintliche Barrieren im öffentlichen Raum, erproben die Belastbarkeit von Oberflächen und erwecken tote Briefkästen zu neuem Leben. Die Trennlinie zwischen öffentlich und privat beginnt sich dynamisch zu verändern. "Es sei gerade so, als hätten Meteorologen ein fürchterliches Unwetter angekündigt, wenn man aber aus dem Fenster schaue, herrsche strahlender Sonnenschein." Nehmen Sie jetzt Ihre Erwartungshaltung ein: eine Desinformationsübung mit Erkenntnisgewinn. Hannah Hofmann, geboren 1971, und Sven Lindholm, geboren 1968, realisieren Theaterprojekte, Filme, Performances. Hörspiele für Deutschlandfunk Kultur: "Alibis" (2006), "Geschichte des Publikums" (2008), "Faîtes vos jeux" (2009). Für ihr Theaterstück "noch nicht" (Schauspiel Köln 2009) - Vorlage für das gleichnamige Hörspiel - wurden sie mit dem Kölner Theaterpreis ausgezeichnet. Nominierungen ihres Hörspielprojekts "Archiv der zukünftigen Ereignisse" (DKultur und Schauspiel Köln 2011) für den Grimme-Online-Award Spezial 2012 und ihres Features "Donalds Donald" (Dlf 2018) für den Prix Europa 2018. noch nicht

Donnerstag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Gärtnern fürs Klima. Eine Ideensammlung (4). Gestaltung: Ilse Huber, Sabine Nikolay Datenpunkte im Informationszeitalter. 1982, 1995, 2003, 2008 (4). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche Zwischen Fürstenhof und Synagoge. Der Komponist Salomone Rossi am Übergang von Renaissance zu Barock (4). Gestaltung: Gerhard Krammer

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Kurzstrecke 100 Feature, Hörspiel, Klangkunst - Die Sendung für Hörstücke aus der freien Szene Zusammenstellung: Julia Gabel, Marcus Gammel, Ingo Kottkamp und Johann Mittmann Produktion: Autor*innen/Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 54"30 (Wdh. v. 30.07.2020) Autorenproduktionen aus Feature, Hörspiel und Klangkunst. Heute mit einem ohrenaufschließenden Feature, das die Stadt Hamburg in ihren Tiefenschichten durchlauscht. Call to listen Von Katharina Pelosi Leave us alone Von Philipp Müller Imago Raine Seele Von Verena Dürr I got my horse right Von Islands Songs Außerdem: Neues aus der "Wurfsendung" mit Julia Tieke. Kurzstrecke 100

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