Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Nachrichten

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Frauenpower in der Bibel" von Elisabeth Birnbaum, Direktorin des Katholischen Bibelwerks Frauen in der Bibel stehen oft im Schatten ihrer männlichen Kollegen, zumindest im Bewusstsein der späteren Auslegungsgeschichte. Dabei sind sie alles andere als Mauerblümchen, findet die Direktorin des Katholischen Bibelwerks, die Theologin Elisabeth Birnbaum. Schon Maria, die wohl berühmteste Frau der Bibel, derer in dieser Woche im Rahmen des Festes "Mariä Himmelfahrt" gedacht wird, ist weit mehr als "nur" Mutter. Die Verkündigung der Geburt von Jesus von Nazareth wird dargestellt wie eine Prophetenberufung. Maria von Magdala wiederum hat nichts mit der Sünderin zu tun, die Jesu Füße salbt, auch wenn das in der Auslegungsgeschichte gerne so gesehen wurde. An den alttestamentlichen Frauen wie Rut, Ester oder Judit zeigt die Bibel, welche Möglichkeiten den scheinbar Machtlosen offenstehen, wenn sie solidarisch, diplomatisch und gottesfürchtig handeln. Sie tragen als Prophetinnen, Heldinnen, Retterinnen und Apostelinnen dazu bei, dass die Geschichte Gottes mit seinem Volk nicht endet. Elisabeth Birnbaum, Direktorin des Österreichischen Katholischen Bibelwerks, hat zum Buch Judit promoviert und dort auch ihre Begeisterung für biblische Frauen entdeckt. Dass in einem Buch wie der Bibel, das in Zeiten des Patriarchats entstanden ist, so viele starke Frauen eine bedeutsame Rolle spielen, ist ein Phänomen, das nicht einmal eine manchmal frauenfeindliche Auslegungsgeschichte ganz verdecken konnte.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt Für Mario Lerchenberger, geboren 1992 in Villach, Lerchenberger hatte der Chor als vereinender Klangkörper verschiedener Stimmen von Beginn an eine besondere Faszination. Über den Chor hat er auch selbst zu seiner Stimme gefunden - mittlerweile studiert der gebürtige Kärntner an der Kunstuniversität Graz Gesang bei Tom Sol, sowie Lied und Oratorium bei Joseph Breinl und Robert Heimann. - Gestaltung: Claudia Gschweitl, Eva Teimel

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Christoph Wagner-Trenkwitz.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Landschaftsökologe Frank Grinschgl spricht über Bemühungen zur Rettung des Steinkauzes in Niederösterreich. Teil 2: Treue Paare und aufmerksame Eltern Gestaltung: Sonja Bettel Der Steinkauz ist eine kleine Eulenart, die alte Streuobstwiesen liebt. Dort jagt er von den Bäumen aus auf Insekten, kleine Eidechsen, Frösche und Mäuse und brütet in Löchern der Stämme. Weil alte hochstämmige Obstbäume gerodet werden oder Streuobstwiesen ganz aufgegeben oder durch Spalierobst ersetzt werden, verliert der Steinkauz zunehmend seine Tageseinstände und Bruthöhlen. Auch durch die Renovierung von Presshäusern oder Scheunen gehen ihm geschützte Bereiche verloren. Außerdem wird er vom Steinmarder, seinem stärksten Fressfeind, bedroht. In Niederösterreich wurden deshalb in den vergangenen drei Jahren in seinen Lebensräumen zentrales Mostviertel, Wagram und Weinviertel Obstbäume gepflanzt und mardersichere Nistkästen montiert. Die Kästen werden von ehrenamtlichen Steinkauz-Paten und -Patinnen gesäubert und kontrolliert, damit der Steinkauz in der nächsten Brutsaison nicht von Parasiten oder Feinden bedrängt wird. Das Projekt, das im Rahmen des landwirtschaftlichen Umweltprogramms ÖPUL mitfinanziert wurde, wird nun von der Energie- und Umweltagentur fortgesetzt. Außerdem werden Landwirte, die Streuobstwiesen, Weingärten, Nussbäume oder Presshäuser in diesen Regionen haben, beraten, was sie in ihrem Bereich für den Schutz des Steinkauzes tun können. Bedarf besteht weiterhin, denn der Steinkauz gilt in Niederösterreich immer noch als vom Aussterben bedroht, wenngleich sich seine Bestände durch das Projekt leicht erholt haben.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Gärtnern für das Klima

Eine Ideensammlung (2). Gestaltung: Ilse Huber und Sabine Nikolay Im Mai 2020 haben wir begonnen im "Radiokolleg" Klima-Garten-Projekte vorzustellen. Jetzt kommt die Fortsetzung: was tut sich im Sommer? Dazu greifen wir wieder auf Beiträge von Hörerinnen und Hörern zur Ö1 Initiative "Gärtnern für das Klima" zurück, die auf der Website oe1.orf.at/garten ihre Beiträge hochgeladen haben. Inzwischen ist eine beeindruckende Sammlung von Videos, Bildern und Berichten entstanden, aus der wir Ihre Ideen und Erfahrungen auswählen können. In der "Radiokolleg"-Reihe "Gärtnern für das Klima" legen wir besonderes Augenmerk auf das, was in dieser Vegetationsperiode im Garten im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimas bereits gelungen ist - "Blumenerde ist das neue Klopapier" nannte der Gärtner Ludwig Starkl die Zeit während der Corona-Ausgangsbeschränkungen. Ist es wirklich die Saison des grünen Wachstums? Wie entwickeln sich Garten, Balkon, Terrasse und Gemeinschaftsbeet? - Eine Reportage von Ilse Huber und Sabine Nikolay.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

1982, 1995, 2003, 2008 (2). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche 1995 Datenschutz Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist im Mai 2018 nach jahrelangen Verhandlungen und einer großen Lobbyschlacht in Brüssel in Kraft getreten. Das europäische Datenschutzgesetz wurde lange als "Lex Facebook" bezeichnet und soll nicht nur Nutzerinnen und Nutzern mehr Rechte bringen, sondern auch dafür sorgen, dass sich die großen Technologiefirmen aus dem Silicon Valley an europäische Gesetze halten. Noch in einer Zeit vor Sozialen Medien und flächendeckendem Internet legt die Europäische Union bereits im Jahr 1995 mit einer Datenschutz-Richtlinie die erste Grundlage für den Umgang mit personenbezogenen Daten. Die Richtlinie war schon damals als Schutz vor Datenmissbrauch und als Teil der europäischen Freiheit angedacht, und sollte dem Gefühl, nicht überwacht zu werden, entgegenwirken. Gestaltung: Julia Gindl

09.45 Uhr
Radiokolleg - Zwischen Fürstenhof und Synagoge

Der Komponist Salomone Rossi am Übergang von Renaissance zu Barock (2). Gestaltung: Gerhard Krammer Von den vielen Rossis der italienischen Barockmusik verdient der mit keinem verwandte Salomone (auch Salamone) Rossi als Zeitgenosse von Viadana und Gastoldi um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert aus vielerlei künstlerischen und konfessionellen Gründen ein besonderes musikhistorisches Interesse. Als einziger jüdischer Geigenvirtuose und Komponist gehörte er in der Ära der Kapellmeister Giaches de Wert, Benedetto Pallavicino und Claudio Monteverdi als Musikerkollege zum Hofe der Gonzaga in Mantua. Trotz eines reichhaltigen Oeuvres sind von ihm kaum biografische Daten bekannt. Man setzt seine Lebenszeit in die Epoche zwischen 1570 bis etwa 1630 an, einige Sekundärquellen geben den Geburtstag mit 19. August 1570 an. 1587 begann Rossis lang andauernde Arbeit für den Hof von Gonzaga. Er war zunächst als Sänger und Bratschist tätig. Unter Herzog Vincenzo I. übernahm er die Leitung der Hofmusik. Als einer der führenden Komponisten seiner Epoche entwickelte er die musikalischen Form der "Triosonate". Salomone Rossi hat aber vor allem im Bereich der jüdisch-liturgischen Musik seine Spuren bis heute hinterlassen. 1623 wurde eine Sammlung von 33 Psalmen, Hymnen und liturgischen Gedichten publiziert, die für drei bis acht Stimmen gesetzt waren. Damit dokumentieren sich auch jene Veränderungen, die im praktischen Umgang mit Chorwerken in den norditalienischen Synagogen des frühen 17. Jahrhundert vollzogen wurden. Eine akustische Zeitreise, die einiges Entdeckungspotential im liturgischen wie im profanen Bereich in sich birgt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Robert Fontane. Giuseppe Verdis Stiefkind "Alzira". Ausschnitte aus der Oper von 1845 mit Marina Mescheriakova, Ileana Cotrubas, Thomas Hampson, Plácido Domingo u.a. Mit seiner Tragödie "Alzire ou les Américains" hat Voltaire ein philosophisches Drama über christliche Werte, die Schattenseiten der Kolonialisierung und die Ideale des aufgeklärten Humanismus entworfen, verpackt in eine exotische Dreiecksgeschichte, die in der peruanischen Hauptstadt Lima spielt. Im Libretto, das Salvatore Cammarano mehr als hundert Jahre nach der Uraufführung des Dramas für Giuseppe Verdi gedichtet hat, ist nur mehr wenig vom Geist Voltaires zu spüren. Dem jungen Verdi stand es jedoch nicht an, von Cammarano, der sich mit seinen Texten für Donizettis "Lucia di Lammermoor" oder Pacinis "Saffo" bereits einen Namen geschaffen hatte, eine radikale Umarbeitung von "Alzira" zu fordern, und so blieb dem Komponisten nichts anderes übrig, als seine Musik einem mehr oder weniger schablonenhaft geratenen Operntextbuch anzupassen. Während seiner sogenannten "Galeerenjahre", in denen Verdi eine Oper nach der anderen abzuliefern hatte, konnte er in der Wahl seiner Libretti nicht wählerisch sein und daher rührt wohl auch Verdis spätere Abneigung gegen "Alzira", die er im Alter als sein schlechtestes Werk bezeichnete. 175 Jahre nach der Uraufführung der Oper gehen wir in "Anklang" der Frage auf den Grund, ob Verdis Jugendwerk zurecht bis heute verschmäht und geächtet wird.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Der Held seiner Träume. Walter Mittys heimliches Leben". Von James Thurber. Aus dem Englischen von Reinhard Kaiser. Es liest Angelica Ladurner. Was führt Walter Mitty doch für ein aufregendes Leben: Als Commander eines achtmotorigen Wasserflugzeugs der Navy schickt er sich an, die Welt zu retten. Als Starchirurg setzt er souverän die lebensrettenden Schnitte und Schritte, als Pistolenschütze ist er unschlagbar. Mitty gelingt alles - zumindest in seinen Träumen. Im realen Leben fährt er gerade mit seiner überfürsorglichen, herrischen Ehefrau auf ihre wöchentliche Einkaufstour. Die Kurzgeschichte, die 1939 erstmals unter dem Titel "The Secret Life of Walter Mitty" im "New Yorker" erschien, zählt zu den bekanntesten des US-Autors James Thurber. Sie wurde vielfach rezipiert und verfilmt, zuletzt nahm sich Ben Stiller 2013 in seinem gleichnamigen Film "The Secret Life of Walter Mitty" des Stoffs an. Und Mitty hat es sogar in den englischen Wortschatz geschafft: als Inbegriff des Tagträumers, der vor seinem komplexen, überfordernden - oder auch einfach nur gewöhnlichen - Alltag flieht. Gestaltung: Martin Sailer Präsentation: Antonia Löffler

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Dschi Dsche-i Dschunior Gestaltung: Stephan Pokorny 1979, anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen ?Jahr des Kindes?, konnte Dschi Dsche-i Dschunior, den Christine Nöstlinger schon länger konzipiert hatte, für den sich aber bis dahin kein Sendeplatz im ORF gefunden hatte, das Licht der Radio-Welt erblicken. Der gewitzte Fürsprecher der Kinder, dem an ?altmodischen? Wörtern genauso gelegen ist wie an modernen, eroberte innerhalb eines Jahres - und im Sturm - das Radiopublikum. Christine Nöstlinger, die mit Romanen wie ?Wir pfeifen auf den Gurkenkönig? und ?Maikäfer, flieg? bereits Klassiker der neuen Kinderliteratur und sich selbst damit in die erste Reihe der deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen geschrieben hatte, verlieh dem Fabelwesen mit drei Zahnreihen, Bauchhaaren, und »Hüflingen« eine Stimme, die aus der Perspektive von Kindern argumentiert. Die kurzen, erfrischenden Sendungen, die im Ö3 Wecker täglich ausgestrahlt wurden, ließen Dschi Dsche-i Dschunior zur Radiolegende werden.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Kammermusikalische Visitenkarte des Trios Machiavelli mit Ravel Chausson Das Erstlingsalbum des Trio Machiavelli und Adrien Bosseau als Unterstützung bei Chausson ist eines, das sich sehen lassen kann. Das Ensemble fasst zwei unterschiedliche Werke in einem Atemzug zusammen. Ravels Klaviertrio in a-Moll lebt von rhythmisch komplexen Strukturen und mystischen Mehrdeutigkeiten. "Es ist ein verrücktes Stück mit vielen Herausforderungen, wir müssen alle 150 Prozent geben", so die Pianistin Claire Huangci. Das Klavier und die zwei Streichinstrumente ergänzen sich in oft verschiedenen, teils extremen Lagen. Chaussons Klavierquartett in A-Dur op. 30 stellt ein Gegengewicht dar. Im Gegensatz zum Ravel-Trio wirkt es hell und positiv.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Schubertiade Hohenems 2020

Katharina Konradi, Sopran; Eric Schneider, Klavier. Franz Schubert: ausgewählte Lieder (Im Abendrot, An den Mond, An die Nachtigall, Der Traum, Die junge Nonne, Zwei Szenen aus dem Schauspiel "Lacrimas", Der Zwerg, Romanze aus "Rosamunde", Fischerweise u. a.) (aufgenommen am 19. Juli im Markus-Sittikus-Saal in Hohenems). Präsentation: Stefan Höfel Als erster Sopranistin aus Kirgistan ist es Katharina Konradi gelungen, sich auf Opernbühne und Konzertpodium international zu etablieren. "Hinreißend", "zauberhaft" und "von besonderer Anmut und Schönheit" sind Attribute, mit denen Stimme und Bühnenpräsenz der jungen Künstlerin beschrieben werden. 2018-19 wurde sie "New Generation Artist" der BBC, debütierte bei den Bayreuther Festspielen und war zu Gast in Rolando Villazóns TV-Sendung "Stars von Morgen". Ihre Qualitäten als Liedgestalterin ermöglichten Katharina Konradi bereits Auftritte bei der Schubertiade Vilabertran (wo die Presse von einer "Sternstunde" sprach), in der Londoner Wigmore Hall sowie in Köln und Essen. (Schubertiade)

15.30 Uhr
Moment

Von urbaner Lichtdosis und die Nebenwirkungen öffentlicher Leuchten Je heller desto besser - diese Regel stammt aus der Frühzeit der öffentlichen Beleuchtung. Wenn heute Städte und Gemeinden Licht auf Straßen und Plätze werfen, auf Fassaden, Denkmäler, Parks oder Radwege, dann geht es vor allem um die richtige Dosis. Eine gute Beleuchtung bringt das Licht zu dem Zeitpunkt, an dem es benötigt wird, an den Ort, wo es benötigt wird. Immer wichtiger wird dabei die Vermeidung von Streulicht mit all seinen unerwünschten Nebenwirkungen. Richtig eingesetzt, können mit Hilfe von Licht hingegen sogar Besucher durch die Stadt geführt und Geschichten erzählt werden, wie dies etwa in Salzburg der Fall ist. Georg Wimmer war mit den Hütern des Lichtes unterwegs. Gestaltung: Georg Wimmer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Auf der Hengstkoppel Zweibeiner machen Urlaub am Meer, in den Bergen oder in einem Wohnwagen. Die Freundinnen Christina, Verena, Theresa und Katharina erzählen Rudi, dass ihre geliebten Pferde auf einer eigenen Wiese Urlaub machen: auf der Hengstkoppel. Dort verbringen die jungen Pferdeburschen den Sommer. Am Anfang ist das allerdings wenig entspannend, verraten sie dem Radiohund, weil die Pferde gegeneinander kämpfen. Katharina: "In der Herde gibt es einen Leithengst, der alles bestimmt. Am ersten Tag ist das nicht so leicht für alle Pferde. Da streiten sie ganz viel und verletzen sich, weil sie sich ausmachen, wer der Leithengst ist." Rudi: "Bei meinen wilden Verwandten, den Wölfen, gibt es auch ein Leittier - den Alpha-Wolf. Habt ihr bei den Rangkämpfen zugesehen? Theresa: "Nein, das war uns zu wild und außerdem waren wir da in der Schule. Sie schlagen da aus, beißen sich oder steigen mit den Vorderhufen auf. Da geht es ganz wild zu. Wenn man dabei ist muss man sich in Acht nehmen, die können einen ernsthaft verletzen."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

"Tonspuren"-Sommerserie: Ich selbst, von außen betrachtet Vom Platzspitz bis zum Schwarzen Meer. Catalin Dorian Florescu - Ein Chronist zwischen Ost und West. Von Radovan Grahovac Frisch drauflos fabulierende Erzähler sind immer noch die Liebkinder des Feuilletons, daran konnten Avantgarde, Wiener Gruppe, Peter Handke und alle anderen "Geschichtenzerstörer" nichts ändern. Doch das allein erklärt noch nicht das schriftstellerische Erfolgsgeheimnis des Catalin Dorian Florescu. Sein naiv-schlauer Erzählton erinnert an den Kinderblick, mit dem staunend, aber auch unbewusst-wissend das ganze Lügen-Arsenal der Erwachsenenwelt betrachtet und durchschaut wird. Und es kommt noch etwas hinzu: Florescus Biografie zwischen Ost und West hat ihn zu einem genauen Beobachter der Verhältnisse da wie dort gemacht. Geboren in Timisoara, West-Rumänien, also in jener Stadt, in der der Aufstand gegen das Ceausescu-Regime begonnen hatte. Mit 16 Jahren Übersiedlung in die Schweiz. Radovan Grahovac hat sich mit dem Schriftsteller in Zürich getroffen. Er begleitet den notorischen Schirmkappenträger auf seiner täglichen Runde durch die Stadt. Dabei treffen sie auf einige der Helden aus Florescus Büchern. Ein ironisches Pandämonium des Tragikomischen.

16.45 Uhr
Das Ö1 Musiklexikon

Flamenco, erklärt von Marco de Ana Marco de Ana, Tänzer, Lehrer und Choreograph, über Flamenco, den Tanz entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts.

16.55 Uhr
Reparatur der Zukunft

Netzwerk Solidarischer Landwirtschaft Gestaltung: Ilse Huber zielt darauf ab, gute gesunde Lebensmittel nicht nur herzustellen, sondern auch fair zu verteilen. Menschen stimmen sich ab, was und wie angebaut wird. In jeder Region verschmelzen ProduzentInnen zu KonsumentInnen. Neu ist jetzt ihr überregionaler Zusammenschluss. Damit erweitert sich das Angebot und der Austausch untereinander. Einen Fixpreis für die Produkte gibt es nicht, denn es geht nicht um Gewinn, sondern um Vertrauen zwischen BäuerInnen und KonsumentInnen.

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.25 Uhr
Das Objekt der Begierde

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Vom Senegal über die Alpen nach Tuva Ein Klassiker aus dem Jahr 1991 ist der Ausgangspunkt für unsere Rundreise, die in Senegal startet, nach Tuva, in die Alpen und nach Frankreich, und dann nach Westafrika, genauer: nach Burkina Faso, zurückkehrt ... Mit: Baaba Maal, Paul Pena, Lenine, Faradjallah, Les Petites Loups du Jazz u. a.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte der Salzburger Festspiele. Mit Robert Hoffmann, Institut für Geschichts- und Politikwissenschaft, Universität Salzburg. Gestaltung: Martin Adel Der österreichische Theaterregisseur, Max Reinhardt, schlug 1917 die Stadt an der Salzach als Veranstaltungsort für ein vielseitiges Festspielprogramm vor. Nach Ende des Ersten Weltkrieges, 1918, nahm die Idee von Max Reinhardt konkrete Formen an, der Dichter Hugo von Hofmannsthal unterstützte publizistisch Reinhardts Ideen. Die Musikfeste, die in Salzburg seit 1910 stattfanden, sollten um die theatralische Komponente Schauspiel ergänzt werden. Es fanden sich weitere künstlerische Unterstützer: Der Komponist Richard Strauß oder der Bühnenbildner Alfred Roller waren darunter. Am 22. August 1920 begannen die ersten Salzburger Festspiele auf dem Domplatz mit der Aufführung von Hofmannsthals "Jedermann", Regie führte Max Reinhardt. Sein Konzept, die barocke Kulisse und die Wirkung von Sonnenlicht und Schatten in die Inszenierung einzubauen, blieb bis heute Bestandteil des populären Bühnenprojekts. In ihrer hundertjährigen Geschichte haben die Salzburger Festspiele ihre Stellung untermauert, zu den Fixpunkten eines universellen Kulturtourismus zu gehören.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Wie kann man den Wald für Klimaschutz besser nutzen und ihn gleichzeitig vor dessen Folgen schützen? Gesatltung: Stefan May Dem Wald setzt die Veränderung unseres Klimas von vielen Seiten zu: Hitze, Unwetter, neue Insektenarten, die große Schäden anrichten. Gleichzeitig ist er ein riesiges Rohstofflager, das enorm zur Versorgung mit erneuerbarer Energie beitragen kann. Außerdem liefert der Wald reichlich Material für das CO2-neutrale Bauen mit Holz. Es erfordert ein entschiedenes Umsteuern, wenn Österreich - so das ehrgeizige Ziel - im Jahr 2040 klimaneutral sein will. Ebenso in der Landwirtschaft: Monokulturen und intensiver Fleischkonsum tragen zum Klimawandel bei. Die Auswirkungen sind auf den Äckern und Weiden erkennbar, weshalb auch hier gilt: Kein Weiter so wie bisher, sondern Augenmaß und mehr Rücksichtnahme auf die Umwelt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Physik - Die Matrix des Universums Moderation: Robert Czepel Mit den Physiknobelpreisen wurden drei Forscher ausgezeichnet, die für grundlegende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Kosmologie gesorgt haben. Der Kanadier James Peebles klärte auf, wie sich der Kosmos seit dem Urknall verändert hat. Die überraschende Antwort: Nach 13,8 Milliarden Jahren bestehen nur 5 Prozent des Universums aus normaler Materie, wie wir sie kennen. Der große Rest sind Dunkle Materie und Energie, deren physikalische Zusammensetzung allerdings noch nicht geklärt ist. Immerhin zählt das kosmische Objekt, für deren Entdeckungen die beiden Schweizer Michel Mayor und Didier Queloz prämiert wurden, zur bekannten materiellen Matrix des Universums: 1995 stöberten sie den ersten Exoplaneten auf. Einen Planeten, der um einen Stern wie unsere Sonne kreist. Mehr als 4.000 weitere haben die Astronomen bis heute entdeckt, noch ist keine zweite Erde darunter. Ob eine solche existiert und gefunden werden kann, ist eine der zentralen Fragen in der aktuellen Astronomie und Astrophysik.

19.30 Uhr
styriarte 2020

(I) Pierre-Laurent Aimard, Klavier. Ludwig van Beethoven: Klaviersonate B-Dur op. 106, "Hammerklaviersonate" * Olivier Messiaen:"Nachtvöge" (L'alouette lulu, La chouette hulotte) * Minetti Quartett. Hugo Wolf: Italienische Serenade * Uraufführungen neuer Werke von Ángela Tröndle (Streichquartett Nr. 1, "Neue Geschenke der Nacht") und Christoph Ehrenfellner (Quartett Nr. 3? "Quixotes Ständchen", op. 50). Kompositionsaufträge der styriarte 2020 * Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur Hob. III/81 (aufgenommen am 14. bzw. 26. Juli in der Helmut List Halle in Graz in Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger

21.45 Uhr
Salon Funk

Der ORF Kulturpodcast mit Clarissa Stadler und Christine Scheucher. Eine Kooperation von ORF TV Kultur und Ö1

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Gärtnern fürs Klima. Eine Ideensammlung (2). Gestaltung: Ilse Huber, Sabine Nikolay Datenpunkte im Informationszeitalter. 1982, 1995, 2003, 2008 (2). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche Zwischen Fürstenhof und Synagoge. Der Komponist Salomone Rossi am Übergang von Renaissance zu Barock (2). Gestaltung: Gerhard Krammer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Musik als Abbild von Träumen: die Komponistin Unsuk Chin. Neue Musik aus der Elbphilharmonie (2) Eine wundersame Spirale als natürliche Wachstumskurve, die Gruselstory vom Sandmann, der den Kindern die Augen ausreißt, oder schlicht die Liebe zu einem so wandlungsfähigen, facettenreichen Instrument wie die Klarinette: Vielfältig sind die Anregungen, die die Komponistin Unsuk Chin für ihre Musik nützt. Dieses Porträtkonzert, aufgenommen im Februar 2020 in der Hamburger Elbphilharmonie mit dem Klarinettisten Kari Kriikku sowie Stefan Asbury am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters, stellt die in Seoul geborene Berlinerin mit drei repräsentativen Werken der letzten Jahre vor, in denen sie nicht zuletzt zeigt, welche virtuos schillernden Farben sie dem großen Klangkörper regelmäßig abgewinnt. "Mannequins" basiert auf E. T. A. Hoffmanns "Sandmann" und dem unheimlichen Driften zwischen Realität und Fiktion in einer "imaginären Choreographie", wie sie selbst es nennt. Im Klarinettenkonzert frönt sie ihrer Liebe zu dem, was das Instrument klanglich jenseits einer klassisch-kultivierten Sphäre leisten kann, greift dabei auch auf eine alte Form wie die Passacaglia zurück oder nützt nicht-klassische Muster wie den Groove. Und im Konzert für Orchester "Spira" wird die Resonanz zweier Vibraphone zur Urzelle, die sie nach der "Spira mirabilis" entwickelt, der in der Natur vom Schneckenhaus bis zur Galaxie vorkommenden, logarithmischen Wachstumsspirale. Unsuk Chin: "Ich glaube nicht, dass es einen Weg zuruück zu Neoromantik, Neoklassizismus oder zu anderen Neoismen gibt. Andererseits glaube ich auch nicht an das Konzept der Avantgarde. So viele Dinge, von denen wir glauben, wir hätten sie erfunden, existieren bereits - in der frühen europäischen wie in der nichteuropäischen Musik. Auch wenn einem im Nachhinein auffällt, dass es etwas Neuerfundenes bereits gegeben hat, sollte man dennoch erfinderisch bleiben. Es geht meiner Meinung nach darum, originelle und fantasievolle Musik zu schreiben." Gestaltung: Walter Weidringer

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Andreas Maurer Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten