Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Zeit-Ton

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Zwischen Tradition und Innovation". Von technischem Fortschritt, veränderten Geschlechterrollen, Globalisierung und Klimawandel erzählt Ida Maria Jaritz, katholische Theologin und Studierende an der Diplomatischen Akademie. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Als man mir gesagt hat, man würde mich gerne für eine Textreihe unter anderem zum Thema Hoffnung und Innovation gewinnen, da habe ich als Theologin nicht zuerst zur Bibel gegriffen, sondern zu meinem Handy und die beiden Begriffe gegoogelt", meint die 26-jährige Theologin und Gymnasiallehrerin Ida Maria Jaritz. Wobei derzeit sei sie ja "beruflich auf Abwegen", fügt sie hinzu, weil sie die Diplomatische Akademie in Wien absolviere. In der Textreihe "Gedanken für den Tag" soll es nun um technischen Fortschritt, um veränderte Geschlechterrollen, Globalisierung und Klimawandel gehen. "Meine Generation wird nicht die sein, die alle Probleme der Menschheit wieder richtet", meint sie in diesem Zusammenhang. "Genauso wenig wie die Generationen vor uns alles verbockt oder verbrochen haben. Das, was uns wirklich eint, ist nämlich, dass wir alle Generationen der Hoffnung sind. Jede Generation für sich, aber niemals nur für sich alleine. Wie sonst würde Leben funktionieren?" Und Ida Maria Jaritz setzt auf die einende Kraft der Hoffnung: "Die Hoffnung hat keine Geschichte und keine Generation für sich gepachtet und niemand kann sie für sich alleine beanspruchen. Sie ist das Ventil, das uns alle antreibt, und im besten Fall auch vereint." Die Sendereihe ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Nicht mit mir

Die Kunst der Verweigerung (2). Gestaltung: Johannes Gelich Der literarische Ahnherr aller Aussteiger und Verweigerer ist wohl der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau. Er zog Mitte des 19. Jahrhunderts als junger Mann in eine Blockhütte, um dort einige Jahre alleine als Aussteiger zu leben. Mit seiner Schrift "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat" gilt er aber auch als Apologet des zivilen Ungehorsams, wenn sich der Staat unethisch oder unmoralisch verhält. In Zeiten der Klimakrise gibt es aber auch und gerade heute viele Aussteiger und Aussteigerinnen in der Tradition Thoreaus. Sie leben alleine oder zu zweit in Wäldern oder in umgebauten Wohnwägen, um sich von den Zwängen der Konsumgesellschaft zu befreien und ein nachhaltiges Leben auszuprobieren. Die Verweigerung gegenüber einem eingespielten und belastenden Konformismus spielt jedoch auch beim Nein-Sagen und Loslassen in der Beziehungswelt eine große Rolle. Erfolgreiche Ratgeber wie "Nein - was vier mutige Buchstaben im Leben bewirken können". "Klingt logisch - mach ich aber nicht" oder "Die Kunst des darauf Scheißens" künden von einem zunehmenden Wunsch der Gesellschaft in der Kunst der Verweigerung unterrichtet zu werden. Gerade junge Menschen scheinen dabei durch die permanente digitale Präsenz ihrer Ex-Freunde oder Ex-Geliebten ein erhöhtes Bedürfnis nach Orientierung und Hilfestellung beim Nein-Sagen zu haben. Auch in der Arbeitswelt spielt das Thema der Verweigerung gegenüber unmoralisch oder unmenschlich empfundenen Arbeitsbedingungen oder illegalen Machenschaften des Arbeitgebers eine immer größere Rolle. Seien es Steuer-CDs, die von Bankbeamten angefertigt werden, um organisierte Steuerhinterziehung aufzudecken, seien es Hotlines für potentielle Whistle-Blower, die immer öfter von großen Konzernen und Firmen eingerichtet werden - der Wunsch, in einem als ungerecht empfundenen System nicht mehr mitzuspielen, scheint zu wachsen. Doch mit der Verweigerung und dem Nein-Sagen alleine ist es im Kampf um ein besseres Leben und Zusammenleben nicht getan - ein gewichtiges NEIN braucht auch immer ein großes, inneres JA in Form einer Utopie vom besseren Leben. Gerade innerhalb der jüngeren Generation der Schüler und Studenten scheint sich ein neuer Trend zur Re-Organisation des gesellschaftlichen Zusammenlebens abzuzeichnen. Initiativen wie die "tbase" in der Seestadt Aspern, wo junge Menschen Architekturformen mit alternativen, kostengünstigen Materialien ausprobieren, das Seedcamp in Niederösterreich oder die "Extinction rebellion", bei der sich junge Menschen gegen den Klimawandel und für eine ökologische Revolution einsetzen, künden von einem steigenden Bedürfnis nach Rebellion und Erneuerung. Von den zarten Ansätzen zum Nein-Sagen bis zu einem nachhaltigen Ja, das auch die Gesellschaft erfasst, ist es jedoch mitunter ein weiter Weg. Diese Sendung ist Teil der Ö1 Initiative "Reparatur der Zukunft".

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Das Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Irmgard Wutscher, Anna Masoner, Sarah Kriesche, Viktoria Waldegger Ö1 startet am 20. Jänner 2020 eine multimediale Ideensammlung. Eingeladen sind 20+ Jährige, die in kurzen Videoclips vorstellen, was sie neu und anders machen. Im Fokus steht eine Generation, für die das Internet niemals neu war und die im Schatten der Erderwärmung erwachsen wurde. Präsentiert wird das Zukunftspotential Österreichs. Was ist gefragt? Innovative Ideen, die heute bestehende Technologien, Dienstleistungen sowie gesellschaftliche und politische Prozesse verändern oder ersetzen sollen und damit zur "Reparatur der Zukunft" beitragen. Ideen, die Probleme erkennen, und Lösungen anbieten: von Klimaschutz, Armutsbekämpfung, bis zu innovativen Businessideen, von privaten Gesprächsrunden, Podcasts, Umweltschutz, Sharing-Initiativen bis zu Forschungsprojekten, von digitalen Apps, Fashion, Lernhilfen, Events, Partys, sozialen Innovationen bis hin zu selbstproduzierten Dingen aller Art. Erlaubt ist alles, was selbstgemacht, selbstorganisiert und selbstgedacht wird. Im Radiokolleg werden beispielhaft Projekte präsentiert. Etwa Business Riot, ein Frauenkarriere-Netzwerk, das über Aufstiegschancen von Frauen berät. Denn die Zukunft wird nur dann besser, wenn Frauen gleichberechtigt am Arbeitsmarkt teilhaben. Und die Frauen vom Blog "Viva la Vulva" zeigen, wie wir vorurteilsfrei und entspannt über weibliche Sexualität sprechen können. Und weil wir wissen, dass Fleischkonsum die Klimaerwärmung fördert, warum also nicht auf Insekten umsteigen? Wie, das zeigt der Küchenchef von ZIRP Insects, der schmackhafte Burger aus Insektenprotein zubereitet. Und was erzählen Kühe, die auf das Smartphone eine Nachricht senden, wie es ihnen geht? Die steirischen Jung-Unternehmen mit dem Namen "Smaxtec" entwickelten einen Sensor, der im Kuhmagen relevante Daten erfasst und die Haltung der Tiere trackt. Dass man Kleidung einfach Ausborgen statt Kaufen und dann Wegschmeißen kann, führt "Endlos Fesch" vor Augen - die Wiener Fashion Library. Wohnen wird zur Armutsfalle für junge Menschen, gleichzeitig steigen die Preise weil Immobilien derzeit die einzig stabile Wertanlage sind. Wie kann man gegensteuern? Die Initiative habiTAT setzt auf gemeinschaftlichen Hausbesitz. Ob Schuhe für Blinde oder ein verpackungsfreies Geschäft, das Radiokolleg setzt Impulse, wie die Zukunft im Jetzt repariert werden kann.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Mein Herz macht Bumm

Eine Auseinandersetzung mit volkstümlicher Musik (2). Gestaltung: Hans Groiss Studierende Was haben Andreas Gabalier, Marianne und Michael und Hansi Hinterseer gemeinsam? Wochenlang Plätze in den Hitparaden ganz oben, abendfüllende TV-Shows und ausverkaufte Stadien? Seit Jahrzehnten erfreut sich die volkstümliche Musik wachsender Beliebtheit. Diese Art von Unterhaltung hat ihre Wurzeln in der heimischen Volksmusik und sie kombiniert munter Mainstream mit traditionellen Elementen. Andreas Gabalier ist Role-Model: "Er ist nicht nur Land, Tracht, Schmalz und Idylle. Das ist kein Entweder-oder, sondern vielmehr ein großes, paradoxes Und: Elvis und Lederhose, Volksmusik und Rock'n'Roll, Schlager und Country, Dialekt und Englisch. Dirndl meets Rock" - die Philosophin Isolde Charim nennt dieses Phänomen in ihrem Buch "Ich und die Anderen" eine feindliche Übernahme der Moderne durch die Tradition. Grund sei, dass die eigene und persönliche Identität nicht mehr selbstverständlich ist. Heimat suggeriert hingegen Sicherheit. Rekordumsätze und wachsende Absatzzahlen für Schlager mit Heimat-Touch sind das Resultat: Volkstümliche Musik ist eines der erfolgreichsten Musikgenres in Österreich. Zur musikalischen Untermalung werden neben traditionellen Instrumenten wie der steirischen Ziehharmonika zeitgemäße elektronische Klänge aus der gegenwärtigen Popmusik assimiliert. Hinter den Liedern steht meist ein ganzes Team von Songwriter/innen und Produzent/innen. Die Maschinerie läuft wie geschmiert - wir haben alle die Bilder im Kopf: Liebeslieder vor Bergkulisse. Ewig lächelnd. Trachtenträger/innen auf der Bühne des Stadions, im Partystadl oder auf der Wiesn - die nicht mehr nur in München schunkelt. Einfachste Harmonien und Liedstrukturen erleichtern das Mitsingen. Die Musik soll für alle verständlich sein, egal aus welcher Bildungsschicht das Publikum stammt. Trotz ihrer Popularität ist volkstümliche Musik polarisierend. Zwischen Begeisterung und Kopfschütteln ist sie Auslöser für Kritik. Gängige Vorwürfe lauten, die Musik transportiere Nationalismus, Sexismus und ein vereinfachtes Heile-Welt-Bild. Grund genug, volkstümliche Musik kulturwissenschaftlich endlich genauer unter die Lupe zu nehmen. Was bewegt die Menschen, die diese Musik machen, aufführen oder konsumieren? Was steht hinter der Kritik an Stereotypen und Rückwärtsgewandtheit - ist jede Kritik vielleicht auch verstecktes Fantum, Neid oder Verehrung? Und: Ist es möglich oder nötig eine musikalische Tradition ohne Einfluss von außen aufzubauen? Studierende des Instituts für Komposition, Elektroakustik, und TonmeisterInnen-Ausbildung der mdw - Univeristät für Musik und darstellende Kunst Wien - untersuchen diese Heimatklänge, sowie Hintergründe und Ausprägungen dieses Phänomens. Radioproduktionstechnisch werden sie vom Ö1 Redakteur Hans Groiss unterstützt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Christoph Wagner-Trenkwitz. 100 Jahre "Der Schatzgräber" - Der Opernkomponist Franz Schreker. Aufnahmen mit Gabriele Schnaut, Thomas Moser, Siegmund Nimsgern, Monte Pederson, Josef Protschka, Eva Randová, Heinz Zednik u.a. Gestaltung: Christoph Wagner-Trenkwitz Der 1878 in Monaco geborene Franz Schreker zählte - gleichauf mit Richard Strauss - zu den meistaufgeführten Opernkomponisten der 1920er Jahre. Nach dem Bann der Nationalsozialisten gegen das als "entartet" gebrandmarkte Schaffen des 1934 Verstorbenen dauerte es bis zum Ende der 1970er Jahre, dass die sogenannte "Schreker-Renaissance" Meisterwerke wie "Der ferne Klang" (1912), "Die Gezeichneten" (1918), "Irrelohe" (1924), "Der Schmied von Gent" (1932) und nicht zuletzt den genau vor 100 Jahren, am 21. Jänner 1920 in Frankfurt uraufgeführten "Schatzgräber" ins Bewusstsein zurückbrachte.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Das Jahr". Von Tomas Espedal. Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel. Es liest Till Firit. Tomas Espedal erträgt es nicht, seinen Vater altern zu sehen. Ihn, sein Idol mit der vom Boxen gebrochenen Nase. Wenn der alte Mann zum Essen kommt, hat er ein blaues Auge - aber vom Sturz über die Teppichfalte. Die Wohnung verlässt er kaum. Also nimmt ihn der Schriftsteller mit auf eine Kreuzfahrt. Reduziert, poetisch und mit einem Witz, der schnell in etwas Dünkleres kippt, bildet der Reisbericht den Höhepunkt seines autofiktionalen Romans "Das Jahr". Viele kennen Karl Ove Knausgard, den Literatur-Popstar, der mit seinem Zyklus "Min Kamp" eine brutale Autofiktionalität nach Norwegen brachte. Weniger Leser kennen Tomas Espedal, Jahrgang 1961, enger Freund und einst Knausgards Schreiblehrer. Dabei ist sein eben im Original abgeschlossenes, zehnbändiges Projekt ähnlich radikal. Darin verarbeitet er den Tod der Mutter und der Ex-Frau, den Verlust der deutlich jüngeren Freundin und die Hassliebe zu seiner Heimatstadt Bergen. Im neunten Teil "Das Jahr" ist Espedal - alternd, trinkend und weidwund - noch immer nicht über den Verlust seiner letzten, Jahre zurückliegenden Beziehung hinweg und fragt sich, ob es die von Petrarca in den "Canzoniere" besungene, ewige Liebe heute noch geben kann. Von dieser Frage schwenkt er aber immer wieder ab, etwa auf das Kreuzfahrtschiff. Nur um dort festzustellen, dass ihn die wiederkehrenden großen Themen Tod, Liebe und Verlust auf hoher See erst recht nicht loslassen. Und dass ihm der alte Mann ein paar Gewissheiten voraus hat. Gestaltung: Antonia Löffler

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Rainer Elstner.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

"a piacere" - Kammermusik aus Italien (2). Gestaltung: Irene Suchy Auf dem Bühnenvorhang des Theaters in Kempten tanzen die Musen nach einem Gemälde von Botticelli! Oliver Triendl hat 2018 zum 13. Und letzten Mal exzellente Freundinnen und Freunde um sich geschart, um bei seinem Festival "Classix Kempten" dem Publikum italienische Kammermusik aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert zu servieren, jedes Konzert mit einer Ovation an Rossini als Dessert! Der zweite Teil: zu hören ist die erste Streichersonate von Gioacchino Rossini, ein Werk der compositrice in residence, Virginia Guastela, eine Cavatina des Großmeisters Salvatore Sciarrino und ein Terzetto von Niccolo Paganini. Großes Finale ist die Kammersymphonie von Ermanno Wolf Ferrari.

15.30 Uhr
Moment

Mayer, Zeppelin oder Zeppelin-Mayer? Zur Namenswahl nach Eheschließungen In Österreich war es lange nicht nur gesellschaftliche Norm, den Namen des Ehemannes anzunehmen. Es war auch gesetzlich nur so vorgesehen. Seit 45 Jahren können Frauen Doppelnamen führen und Männer den Namen ihrer Ehefrau annehmen, seit 25 Jahren steht es beiden Partnern zu, ihre Geburtsnamen zu behalten. Erst seit 2013 gibt es die völlige Gleichstellung beider Eheleute - und auch Kinder dürfen beide Namen der Eltern führen. Im Alltag haben sich die neuen Namensvarianten kaum durchgesetzt, nur eine von zehn Frauen bleibt nach der Eheschließung ihrem Geburtsnamen treu. Und kaum ein Mann ist dazu bereit, nach der Trauung anders zu heißen. Nach der Sendung ist die Meinung der Hörerinnen und Hörer gefragt. Wie haben Sie sich entscheiden in Sachen Namenswahl? Welche Diskussionen gab es vor der Hochzeit darüber? Leiden Sie darunter, Ihren "alten" Namen aufgegeben zu haben? Reaktionen erbeten untern 0800 22 69 79 oder moment@orf.at

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Menschen, die die Welt veränderten Es gibt einzelne Zweibeiner, die Welt verändert haben. Männer und Frauen, die Bahnbrechendes wie die Glühbirne oder die Computersprache erfunden haben, die für neue und faire Rechte gekämpft und mit ihren Ideen und ihrem Mut Neues geschaffen haben: von den Kinderrechten bis zum Legobaustein. Rudi trifft die Philosophin Lisz Hirn und lässt sich von ihren persönlichen Superhelden und -heldinnen erzählen. Lisz Hirn: "Wenn man mich nach meinen philosophischen Helden fragt, dann gibt es da zwei: Sokrates und Diogenes. Sokrates, weil er immer nachgefragt hat und wie eine Stechmücke den anderen immer ein bisschen weh getan hat und sie dazu gebracht hat nachzudenken und alles zu hinterfragen. Und Diogenes, weil er die Menschen um sich herum mit seiner kritischen Haltung darauf aufmerksam gemacht hat, wie bequem sie es sich eigentlich eingerichtet haben. Er hat mit seiner unerbittlichen Haltung die alten Griechen sicher an ihre Limits getrieben."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Der auszog, um zu Hause zu bleiben. Das kurze Leben des Vorarlberger Schriftstellers Franz Michael Felder. Feature von Christian Lerch Als er im Alter von knapp 30 Jahren - von Armut ausgezehrt und auf einem Auge blind - verstarb, begann die Vereinnahmung des Gemeindepolitikers und Autors Franz Michael Felder. Sein Bildnis auf dem Totenbett 1869 wird ein Jahrhundert später mit jenem des lateinamerikanischen Revolutionärs Che Guevara verglichen. Felder hatte schon Mitte des 19. Jahrhunderts die soziale Not in der Gesellschaft angeprangert. Seine politischen Ideen und Taten blieben jedoch auf den Bregenzerwald begrenzt - und speziell auf Schoppernau, eine Gemeinde, umrahmt von 2.000 Meter hohen Berggipfeln. Felders literarisches Werk aber wurde über die Alpen hinaus bis nach Deutschland bekannt und gelesen. Für den Sohn eines Kleinbauern und Autodidakten eröffnete sich in der Literatur die Welt. Und er erschloss sich diese von zu Hause aus.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte des Umweltschutzes. Mit Verena Winiwarter, Umwelthistorikerin, Institut für Soziale Ökologie, BOKU Wien und Martin Schmid, Institut für Soziale Ökologie, BOKU Wien. Gestaltung: Rosemarie Burgstaller "Wir müssen uns von dieser wahnsinnigen Technologie abkoppeln" forderte Freda Meissner-Blau, Frontfrau der österreichischen Ökologiebewegung und Mitbegründerin der Grünen, auf der Anti-Atom-Demonstration am 15. Mai 1986 in der Wiener Innenstadt. Rund 12.000 Menschen hatten an dieser Protestkundgebung gegen die deutsche Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf und die tschechischen Atomkraftwerke an der österreichischen Grenze teilgenommen. In dieser Zeit blickte die sich im Besonderen seit den 1970er-Jahren in unzähligen Gruppen, Vereinen und Bürger/inneninitiativen formierende Naturschutz- und Ökologiebewegung in Österreich auf namhafte Erfolge zurück: Die Verhinderung der Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Zwentendorf als Folge der Volksabstimmung im November 1978. Die Verhinderung des geplanten Wasserkraftwerkes in der Hainburger Au nach Protesten und Besetzung durch engagierte Umweltschützer/innen im Dezember 1984. Das öffentlichkeitswirksame Verhindern jener Kraftwerke durch Widerstand aus der Bevölkerung setzte über die umweltpolitische Bedeutung hinaus auch neue Maßstäbe für das Demokratieverständnis des Landes. Beide Ereignisse, die unterschiedlichste gesellschaftliche und ideologische Gruppen in ihren Zielen vereinten, stehen herausragend für die große Zahl an Umwelt- und Naturschutzinitiativen der jüngsten Zeit.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Reportage aus Wisconsin und Illinois. Gestaltung: Sebastian Hesse In den Weiten des ländlichen Amerikas genoss US-Präsident Donald Trump den stärksten Rückhalt - doch der ist in den vergangenen beiden Jahren gebröckelt. Die Sojabauern des Mittleren Westens waren nämlich unter den Ersten, die die Folgen von Trumps Handelskrieg mit China zu spüren bekamen; so hat China, der weltgrößte Soja-Importeur, die Einfuhr von US-Sojabohnen so gut wie eingestellt. Der jüngst besiegelte neue Handelsvertrag soll den chinesischen Import wieder ankurbeln und die Folgen für die Farmer nun spürbar abfedern - Trump möchte sie sich vor den Präsidentenwahlen im November gewogen halten. Wie ist die Stimmung unter den US-Bauern?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Über das Dunkle in der Black Box Von Thomas Reintjes Es war ein ganz normaler Freitag, als Marie Winkler etwas vor ihrer Tür fand. Ein komplett schwarzes Teil. Rund, aber mit ganz vielen dreieckigen Flächen. Eine Blumenvase? Rückblickend wirkt es fast schon naiv, wie sie den Abend schildert. Denn heute weiß jeder, was das Ding war. Die Maschine. Schon seit Langem gab es Warnungen vor künstlicher Intelligenz, aber den meisten Menschen erschien die Technik eher wie Spielzeug. Auf YouTube fanden sich Videos, in denen KI-Systeme Witze erzählten. Das war 2019 auch schon nicht lustig. Aber die Sternstunde der künstlichen Intelligenz sollte ja erst noch kommen. Wissenschafter hatten seit Jahren verheißungsvolle Dinge zu sagen. Selbstlernende Systeme sollten drängende soziale Probleme lösen, evidenzbasiert, auf der Grundlage von Daten. Es stand ihnen quasi auf der Stirn geschrieben, dass sie gut und wohlwollend sind. Doch was, wenn man an der Oberfläche kratzt? - Ein Feature über die Macht der künstlichen Intelligenz.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Gewandhausorchester Leipzig, Dirigent: Jakub Hrusa; Behzod Abduraimov, Klavier. Leos Janacek: Aus einem Totenhaus, Symphonische Suite (bearbeitet von Frantisek Jilek) * Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18 * Zugaben des Solisten: Franz Liszt: La Campanella * Sergej Prokofjew: Mercutio aus "Romeo und Julia", Suite op. 75 * S. Prokofjew: Krieg und Frieden, Symphonische Suite (bearbeitet von Christopher Palmer) (aufgenommen am 22. März im Gewandhaus zu Leipzig). Präsentation: Gerhard Hafner

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Nicht mit mir. Die Kunst der Verweigerung (2). Gestaltung: Johannes Gelich Reparatur der Zukunft. Das Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Irmgard Wutscher, Anna Masoner, Sarah Kriesche, Viktoria Waldegger Mein Herz macht Bumm. Eine Auseinandersetzung mit volkstümlicher Musik (2). Gestaltung: Hans Groiss Studierende

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

100 Jahre Theremin, 32 Jahre Carolina Eyck. Gestaltung: Peter Kislinger Die 32-jährige Caroline Eyck, Leipziger Musikerin sorbisch-deutscher Abstammung, ist die derzeit wohl beste und kreativste Theremin-Spielerin. Das Theremin gilt als das erste elektronische Musikinstrument der Welt und das einzige Instrument, das ohne Berührung gespielt wird. Entwickelt wurde es 1919 bis 1920 in der UdSSR vom Russen Lev Termen, der sich in den USA Léon Theremin nannte. Carolina Eyck gab ihr Wissen im November im Wiener Musikverein in einem Workshop weiter und im Gläsernen Saal ein CD-Release-Konzert. Caroline Eyks Stimme und das Theremin verschmelzen schon im von Kalevi Aho für sie geschriebenen Konzert für Theremin und Kammerorchester. Zur Perfektion gebracht hat sie diese Symbiose auf ihren jüngsten CD "Elegies for Theremin and Voice", auf der sie ausschließlich eigene Kompositionen präsentiert. Auf der linken Seite des Theremins - aus der Perspektive der Musikerin - befindet sich eine Amplitudenantenne. Wenn die linke Hand sich von dieser Antenne wegbewegt, wird der Klang lauter, berührt sie sie, verstummt das Instrument. Die Tonhöhe wird von der rechten Hand bestimmt, die sich einer vertikalen Frequenzantenne nähert oder sich von ihr entfernt. Der Tonumfang des Instrumentes beträgt nicht weniger als sieben Oktaven. Trotz ihrer Jugend kann man sie getrost als Pionierin ihres Instruments bezeichnen. Derzeit arbeitet sie daran, den Klang des Theremins im Raum wandern zu lassen. Sie kann mit Gesten nicht nur Tonhöhe und Lautstärke verändern, sondern - vor allem mit einem Surround-Set-up - mit Gesten auch bestimmen, wie sich der Klang im Raum bewegt.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Raphael Sas Musikauswahl: Friederike Raderer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten